Ablauf einer Supervision

 Vor Beginn der eigentlichen Supervision erfolgt zunächst die Klärung des Auftrags oder des Anliegens. Dies ist besonders wichtig, wenn der eigentliche Auftraggeber nicht selbst an der Supervision teilnimmt (z.B. wenn ein Vorgesetzter einen Auftrag für die Supervision eines Team/eines Mitarbeiters erteilt). In diesem Fall ist zu Beginn der Supervision zu überprüfen, ob dieser Auftrag auch den Bedürfnissen der Teilnehmer entspricht, oder ob es seitens der Teilnehmer andere Aufträge gibt. Mögliche Widersprüche und Konflikte zwischen unterschiedlichen Aufträgen müssen geklärt werden. In manchen Fällen ist dann eine Einbeziehung des vorgesetzten Mitarbeiters in den gesamten Supervisionsprozess oder einzelne Sitzungen hilfreich.

Das gesamte Ablaufschema ist nicht statisch zu verstehen. So ist ein Wiederholen bereits abgeschlossener Phasen bei Bedarf möglich. Häufig lassen sich die einzelnen Phasen auch nicht so klar trennen, wie es in diesem Modell erscheint.

 

1. Phase: Informations- phase

Ziel der ersten Phase ist die Sammlung von Informationen. Hierbei sollte zunächst keine Bewertung, Kommentierung oder Einordnung erfolgen, um nicht vorschnell eine Richtung einzuschlagen. Auch Informationen, die zunächst "unpassend" erscheinen, können im weiteren Verlauf wichtig werden.

2. Phase: Gewichtungs- phase

Nachdem die Sammlung von Informationen abgeschlossen ist, werden diese mit Bezug auf den Auftrag systematisiert und gewichtet. Hierzu ist es wichtig, unter Einbeziehung der Teilnehmer die zuvor gesammelten Informationen durch Rückmeldungen der unterschiedlichen Eindrücke zu klären und zu ordnen.

3. Phase: Bearbeitungs- phase

Auf der Grundlage der vorherigen Phasen werden in der abschließenden Phase Konsequenzen aufgezeigt,  Handlungsalternativen und Lösungen erarbeitet.

Je nach Umfang der Supervisionsauftrags kann in späteren Sitzungen eine Überprüfung und ggf. Korrektur der Supervisionsergebnisse erfolgen.